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HOLGER STROHM, Jahrgang 1942 ist Träger des Bundesverdienstordens und Preisträger der internationalen Umweltschutzmedaille. Nach einem Studium der Fertigungsmechanik in Berlin und Business Adminsitration in Göteborg, studierte er an der Universität Hamburg Erziehungswissenschaften und entwickelte bereits in den 70er Jahren für den damaligen schwedischen Ministerpräsidenten, Olof Palme, das Konzept einer neuen skandinavischen Schule.
Wir bedanken uns herzlich bei Holger Strohm für seine Unterstützung und die zur Veröffentlichung auf www.Lernen-ohne-Angst.de übersandten Texte.
Angelika Bachmann LOA Lernen ohne Angst e.V.
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Fiese Lehrer machen dumm
Psychische Misshandlung durch Lehrer führt zur Rückbildung wichtiger Hirnorgane, warnt der als Anti-Atom-Experte bekannt gewordene Erziehungswissenschaftler Holger Strohm im taz-Interview
Ungerechte Zensurengebung
Subjektive, ungerechte Zensurengebung; Auswirkung auf die Lernbereitschaft von Schülern; Zensurenrecht und Verfassungsrecht
Zensurengebung ist meist grober Unfug. Darauf weisen im Zusammenhang mit Pisa nicht nur Ministerpräsidenten, die Grünen oder beispielsweise die GEW hin - die ja auch aus diesem Grunde für eine Abschaffung des „Zensurenterrors“ plädiert, da er mehr schadet als nutzt - sondern auch Erziehungswissenschaftler sind dieser Meinung. Ungerechte Zensuren behindern die Lernbereitschaft des Schülers.
Lehrergewalt
Besonders fatal ist es jedoch, wenn Lehrkräfte psychische und körperliche Gewalt einsetzen. Während jedoch die Schülergewalt in aller Munde ist, wird die Lehrergewalt völlig ignoriert. Denn Lehrergewalt ist ein Tabuthema. Behörden, Lehrer und Politik breiten einen Mantel des Schweigens über das Thema. Doch jeder kennt einen, hatte schon mal einen gewalttätigen Lehrer. Zum Text
Brief an den Bundespräsidenten Horst Köhler
Lehrergewalt macht Schüler krank, stört das Lernen, führt zu neurologischen Veränderungen und zur Verrohung und Verdummung einer ganzen Generation, und es ist eines der abscheulichsten Verbrechen, das groteskerweise von unserer Gesellschaft geduldet und gedeckt wird. Zum Brief
Neurogenetische und Psychologische Bedingungen des Lernens
Viele Schüler empfinden Angst in der Schule. Bei Angst und Stress wird Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Dieses sind chemische Substanze, die die Erzeugung chemischer Transmitter, die den Kontakt zwischen den Synapsen herstellen, unterbinden. Die Synapsen haben dann keinen physischen Kontakt mehr. Eine Aufnahme oder ein Verarbeiten von Informationen wird damit nicht mehr möglich. Der Denkprozess wird komplett unterbrochen. Aus neurophysiologischen Gründen hat die Evolution den Menschen so geprägt, dass er im Zustand der Angst oder des Unwohlseins flüchtet und den Ort meidet. Daher führen Angst und Demotivation zu Denkblockaden Zum Text
Interviews in der portugiesischen Presse mit Holger Strohm
CaC: Was sollte man mit gewalttätigen Lehrern, die Schüler quälen, machen?
HOLGER STROHM: Auf jeden Fall aus dem Schuldienst entfernen. In Deutschland geschieht das nicht. Dort ist wie in Portugal die Lehrergewalt gegenüber hilflosen Schülern schon fast Staatsräson. Und selbst bei ernsten Verstößen gegen alle pädagogischen und strafrechtlichen Normen decken Schulbehörden, Gerichte, Presse und Gesellschaft in aller Regel gewalttätige Lehrer. Dies bringt die Lernmotivation der Schüler nicht nur auf Null, sondern führt zudem zu einem „Kreislauf der Gewalt“.
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LIEBE ist das wichtigste Element beim Lernen.
Holger Strohm |
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Psychische und körperliche Gewalt erzeugt bei Kindern eine Vielfalt von molekularen und neurobiologischen Schäden, die nicht mehr wieder gut zu machen sind
Holger Strohm |